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Hypozins – dabei ist guter Rat teuer.

Weiter runter können sie nicht mehr – hört man gelegentlich, wenn von Hypothekarzinsen die Rede ist. Bei den tief verzinsten oder sogar zinslosen langfristigen Darlehen, welche grossen Unternehmen gewährt werden, könnte man zu einem anderen Schluss kommen. Denn diese mit der Schweizer Nationalbank gekoppelten Zinssätze sind häufig ein Indikator für die Entwicklung der Hypothekarzinsen für Private. Ob diese in Zukunft dennoch höhere Zahlenwerte vor dem Prozentzeichen aufweisen, kann allerdings niemand sagen – es ist beides möglich. Ich stelle fest, dass die Ausgangslage für die Eigentümer und für Neuerwerber von Wohneigentum schwierig ist. Aktuell sind vor allem die langfristigen Hypotheken sehr attraktiv. Allerdings bringen diese eine Verpflichtung über viele Jahre mit sich und lassen sich nicht immer mit den Lebensumständen vereinbaren. Ein Umzug wegen Jobwechsel, eine Scheidung oder andere Veränderungen in der Biografie können einen Strich durch die Rechnung machen. Wer eine Hypothek vorzeitig auflösen will, ist von der unsicheren Zinsentwicklung besonders betroffen – ist der Zins seit dem Abschluss der Hypothek gestiegen, wird der Käufer die Hypothek wahrscheinlich gerne übernehmen, sofern die restliche Laufzeit noch genügend lang erscheint. Sind die Zinsen gefallen, bleibt der Verkäufer auf der Hypothek meist sitzen. Für eine vorzeitig aufgelöste Hypothek verlangt die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung, im Volksmund auch «Penalty» genannt. Diese kann eine finanzielle Belastung darstellen. Immerhin kann diese Entschädigung gemäss aktueller Gesetzgebung vom Eigenmietwert abgezogen werden. Weil dieser politisch infrage gestellt wird, gibt es diesen Abzug vielleicht in einigen Jahren nicht mehr. Um die Unsicherheiten abzudämpfen, empfehlen die Banken häufig den Abschluss verschieden langer Laufzeiten für Hypotheken. Damit werden die Wohneigentümer an eine Bank gebunden und diese kann später die Zinsen mehr oder weniger diktieren. Ein Patentrezept gibt es nicht, ich kann aber eine Empfehlung aussprechen. Nämlich bei Abschluss einer Hypothek mehr als nur die Höhe der Zinssatzes im Auge zu behalten. Die Banken mit einer starken regionalen Verankerung sind für mich Partner erster Wahl. Sie diskutieren auf Augenhöhe, sind meist unkompliziert und tolerant. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein gutes, langjähriges Vertrauensverhältnis mit dem Bankberater anzustreben. Dies ist die beste Vorsorge, um einem Schiffbruch vorzubeugen, wenn die Hypothekarzinsen einen hohen Wellengang aufweisen.

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