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Wer bezahlt Maklerprovision?

«Immobilienverkauf gratis» – solche Slogans klingen verführerisch. Die Dienstleister versprechen das Blaue vom Himmel: professionelle Vermarktung, Aufbereitung von Unterlagen und Beratung. All dies kostenlos zu bekommen, ist natürlich eine Illusion. De facto sehen diese Geschäfte so aus, dass letztlich der Käufer für die Maklerprovision aufkommen muss. Die involvierten Parteien realisieren dies aber in der Regel erst beim genaueren Studium der Unterlagen. In wessen Diensten? Der Haken an der Sache – in vielen wesentlichen Punkten liegen die Interessen von Verkäufer und Käufer diametral auseinander. Die eine Seite möchte einen möglichst marktgerechten, hohen Verkaufserlös erzielen. Der Käufer auf der anderen Seite ist bestrebt, einen für ihn optimalen und finanziell tragbaren Preis zu zahlen. Auch bei den Details des Kaufvertrags, den Modalitäten der Übergabe und weiteren Punkten gehen die Interessen auseinander. Einem Makler respektive Vermittler ist es nicht möglich, beiden Seiten gleichzeitig zu dienen. Er gerät in einen offensichtlichen Interessenkonflikt. Aus Sicht des Verbandes der Immobilienwirtschaft SVIT ist eine solche Geschäftspraxis verwerflich. Grundsätzlich gilt das Bestellerprinzip: Die Details dieser Zusammenarbeit sind vertraglich zu regeln – zwischen Verkäufer und Makler. Und der Verkäufer zahlt die Dienstleistung, die er in Anspruch nimmt. Der Makler handelt nach bestem Wissen und Gewissen und ist bestrebt, das Objekt zum bestmöglichen Preis zu verkaufen. Firmen, die sich nicht an diese Prinzipien halten, werden nicht in die Schweizerische Maklerkammer SMK aufgenommen. Hohes Risiko Die Startups stellen sich mit ihrem Geschäftsmodell und mit digitalen Vermarktungsmethoden in einem sehr günstigen Licht dar. Doch in der Praxis mangelt es ihnen meist an Erfahrung, an Fach- und Marktkenntnissen. Schlimmer noch: Das neuartige Prinzip ist für den Verkäufer mit einigen Risiken behaftet. Was, wenn das Budget des Käufers am Schluss nicht reicht, um die von den Startups verlangten Provisionen von drei bis fünf Prozent zu bezahlen? Banken stellen bei der Finanzierung auf den Schätzwert des Objektes ab. Statt «gratis» steht der Verkäufer am Schluss mit Schaden und erhöhtem Risiko doppelt schlecht da.

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